Meine Prachtfinken

 

Die von mir gehaltenen Prachtfinken möchte ich hier nur ganz kurz vorstellen. Das Internet und vernünftige Fachliteratur haben ausführliche Informationen über die einzelnen Arten parat.

 

Gouldamadine


Der„Klassiker“ unter den australischen Prachtfinken. Unübertroffen in seiner Buntheit, schöner lieblicher Gesang, geselliges Schwarmverhalten.  

 

Die Körperlänge der Vögel beträgt 13 und 15 Zentimeter. Es kommen in den wilden Populationen schwarz-, rot- und gelbköpfige Varianten vor. Schwarzköpfige Gouldamadinen sind die in der freien Natur am häufigsten zu beobachtenden Vögel. Gelbköpfige Vögel sind nur sehr selten in freier Natur zu beobachten. Geschätzt wird, dass nur ein gelbköpfiger Vogel auf 3.000 schwarz- und rotköpfige kommt. Das Gefieder der Flügeldecken ist bei Gouldamadinen grüngefärbt. Auffällig ist die lilafarbene Brust, die scharf gegen den gelbgefiederten Bauch abgesetzt ist. Dieser hellt sich in Richtung Schwanz fast bis zu einem Weiß auf. Der Bürzel sowie die obere Schwanzdecke sind hellblau. Hellblau ist auch der Lidring, der die dunkelbraunen Augen umgibt.

Sie kommen im Norden des australischen Kontinents bis zum 19. Breitengrad vor.

Innerhalb dieses Verbreitungsgebietes sind weite Wanderbewegungen für Gouldamadinen typisch. Generell halten sie sich während der Brutzeit in den Savannen der Kimberley-Region, des nördlichen Northern Territory sowie des nordwestlichen Queensland auf. Außerhalb der Brutzeit sind sie in den küstennahen Gebieten zu finden.

 Die ersten lebenden Gouldamadinen wurden imJahre 1887 nach Großbritannien gebracht und erregten wegen ihres auffällig gefärbten Gefieders großes Interesse bei den Haltern von Ziervögeln. In Deutschland wurden Gouldamadinen das erste Mal 1896 in Berlin auf einer großen Vogelschau gezeigt.

Durch den früheren starken Fang zur Vogelhaltung wurden die wildlebenden Bestände stark reduziert. Heute sind die verbleibenden natürlichen Lebensräume der Gouldamadine weiterhin bedroht. Die IUCN schätzt den Wildbestand der Art aufweniger als 2500 Tiere und stuft die Art als "stark gefährdet" ein.

Binsenamadine


Lustiger, schöner Prachtfink. Leiser Gesang. Sehr neugierig, klettert gerne in dünnen Ästen.  

 

Die Binsenamadine erreicht eine Körpergröße von 11 Zentimetern. Das Gesicht sowie die Stirn und das Kinn sind beim Männchen rot gefärbt. Die Oberschwanzdecke ist dunkelrot. Kehle und Brust sowie Rücken und Flügeldecken sind grünlich-grau. Auffallend an dieser Art sind kleine tropfenförmige Flecken von weißer Farbe. Sie verlaufen von der Kopffront über die Kehle und die Brust bis zu den Körperseiten. Das Weibchen ist insgesamt weniger farbenprächtig als das Männchen. Die Körpergrundfärbung ist eher ein Graugrün. Die rote Gesichtsfärbung ist deutlich weniger ausgeprägt und kann sich auf die Augenumgebung beschränken.

Binsenamadinen kommen von Westaustralien bis nach Nordaustralien vor.

In Küstennähe sind dies ausgedehnte Sumpfgebiete mit Bestände an wildem Reis, Binsen, Schilf und verschiedenen Gräsern. Weiter im Inland kommt sie im feuchtem Grasland vor, das mit kleinen Büschen und Bäumen bestanden ist. Die wesentliche Anforderung an den Lebensraum ist das Vorhandensein von relativ dichtem Grasunterwuchs.

Die farbenprächtigen Binsenamadinen wurden bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Ziervögel nach Europa eingeführt. Die ersten Vögel wurden 1860 im Zoologischen Garten von London gezeigt. 1875 wurden sie erstmals auch in Deutschland gehandelt.

Ihr Bestand besteht heute aus mehreren kleinen, voneinander isolierten Populationen. Die Art wird von der IUCN als in geringem Maße gefährdet.

 

 

Gemalte Amadine


 

Einer der schönsten Prachtfinken für mich. Sie  halten sich viel auf dem Boden auf, wo sie gerne von Stein zu Stein hüpfen, Nahrung suchen und sich verstecken. Der Gesang ist zwar lustig, kann aber mit der Zeit etwas nervig werden.  

 

 

Gemalte Amadinen erreichen eine Körperlänge von 10 bis 10,5 Zentimetern. Die Körperunterseite ist schwarz-weiß gesprenkelt, die Oberseite ist olivbraun bis olivgrün. Der spitze Schnabel ist oben schwarz und unten rot. Männchen haben eine rote Gesichtsmaske und weisen auch rote Federn an der Körperunterseite auf. Weibchen ähneln den Männchen, haben aber deutlich weniger Rot im Gefieder.

Das Verbreitungsgebiet der Gemalten Amadine ist der Westen und das Innere Australiens. Der Lebensraum der Gemalten Amadine gehört zu den trockensten Gebieten des australischen Kontinents. Sie ist hier eng an die Wasserstellen gebunden, die sich überwiegend am Fuß von steilen Felswänden finden. Sie kommt entsprechend in Regionen vor, die sich durch Hügel- und Felsenketten auszeichnen. Sie ist ein reiner Bodenbewohner und bewegt sich am Bodenausschließlich hüpfend fort. Der Flug ist kräftig und ausdauernd.

Die Gemalte Amadine wurde erstmals 1869 nach England eingeführt und 1877 durch die Tierhändlerin Christiane Hagenbeck auch nach Deutschland importiert.

 

 

 

 

 

 

AZNr.: 16712